Im Opel an einem Freunde Nachmittag

An einem der typischen Freunde Nachmittag im Garten meiner Eltern ergab sich folgende Unterhaltung.

Jacky mein bester Freund, Alfred unser Freund und ich saßen wie so oft im alten Auto meines Vaters. Er stand im Garten ein Opel Rekord Kombi P2. Möglich, dass ja Ersatzteile gebraucht werden konnten.

Jacky eröffnete uns voller Inbrunst:

„Ich sag euch jetzt was. Die Rote steht voll auf mich.“

Alfred sah mich an und ich ihn wohl genauso ungläubig. Jacky bildete sich doch wirklich ein, das die Rote auf ihn steht.

Die Rote?

War die junge Frau die letze Woche drüben bei unseren Nachbarn eingezogen ist. Wir konnten sie aus dem alten Auto meines Vaters im Garten beobachten.

Das taten wir dann auch fast täglich.

Ich saß am Fahrersitz des Opel Rekord Kombi P2. Neben mir Jacky und ganz außen Alfred der sich beim Fenster rauslehnte. Die Sitzbank war Rot, weißes Leder. Glatt. Der Wagen stand im Gras. An den Rädern wucherte das Gras hoch, weil dort der Rasenmäher nicht so hin konnte.

Rasen mähen war mein Job. Ich machte es gerne.

Lärm und eine Aufgabe vertrieben oft trübe Gedanken aus meinem Kopf.

„Das glaubst aber jetzt nicht wirklich?“ antwortete ich Jacky auf seinen Auswurf.

„Wie kommst da drauf?“ wollte Alfred zurecht ungläubig wissen.

„Als ich letztens mit Mutter in der Bäckerei war, kam sie rein und hat mir zugelächelt. Das doch ein deutliches Zeichen ihr spinnenden Neider.“ gab er zurück.

„He hast dich schon mal im Spiegel gesehen, du bist klein wie ein Hündchen, und kleinen Hündchen lächeln Frauen immer zu.“ lachte Alfred raus.

Ich konnte es nicht unterdrücken und lachte auch. Jacky saß da, und starrte ungerührt rüber zur Wohnungstür von der Roten.

„Sagte ja ihr seid einfach nur spinnende unbelächelte Neider.“

Eines musste man Jacky lassen, dass mit dem Klein sein, es ärgerte ihn, aber er hatte oft genug klasse Konter Sprüche drauf.

Bestimmt übte er die mit seiner Mutter, während sie sich schminkte und dann an der Badezimmer Tür lehnte wie Marilyn Monroe.

„Ich sag euch jetzt was, wenn sie rauskommt und rüber zu ihrem Wagen geht. Der der sich traut sie zu grüßen, oder noch besser irgend was zu sagen, auf den steht sie“.

Sprudelte Alfred aufgeregt hervor.

Was ja sowieso alles seltsam war das Alfred an diesem Nachmittag so viele mir aus seinem Mund unbekannte Worte hervorbrachte. Frauen motivieren. Scheinbar.

„Okay“ sagte ich und konzentrierte mich auf die Eingangstür. An diesem Nachmittag kam die Rote nicht raus. Ging nicht zu ihrem Auto und keiner von uns konnte unter Beweis stellen, dass wir Blödmänner waren.

Ein 10 jähriger, ein 11 jähriger und ein 12 jährige Blödmann, die irgend wann mal gehört hatten von unseren älteren Freunden wie Frauen so ticken und wie sie behandelt werden wollten.

Gut sehr gut im Nachhinein betrachtet, dass die Rote an diesem Tag nicht raus gekommen ist.

UND ja ich hab sie dann angequatscht, nach 3 Jahren des Wartens auf den richtigen Moment.

UND ja …………………